The Vertical Horse Lesson (w/ Marcus Obst)

Private Ibrik 01 | orange 3" CDR | 2008 | 15,90 €

Last spring, Mirko and Marcus both took a free-hand horseback riding lesson for beginners in the traditional stud of St. Gallen. The result: A short, expensive and odd example of nostril music!

  1. Untitled #1 (2'08)
  2. Untitled #2 (2'20)
  3. Untitled #3 (2'50)
  4. Untitled #4 (2'12)
  5. Untitled #5 (2'08)
  6. Untitled #6 (2'19)
  7. Untitled #7 (2'19)
  8. Untitled #8 (2'19)
  9. Untitled #9 (2'56)

About the record

Last spring, Mirko and Marcus both took a free-hand horseback riding lesson for beginners in the traditional stud of St. Gallen.

The two of them not exceptionally gifted in the profession and progression of taiming the stallion and classical dressage gave a free hilarious foretaste of the scene of destruction that was conjured up later as they tried to climb up the animals' backs in leatherette-boots. While Obst got tangled up in his horse's bridle and was dragged through the muddy ground for five minutes or so, Uhlig fell extremely unlucky headfirst in an enormous pile of horse-shit.

So humiliated by nature and the trimmers of nature both guys at long last did what they can do best: Letting others work for them while sitting in their stench and rexine and drink mocha coffee.

"Others" in this case means the wind, electricity and the sounds of not challenged quadrupeds.

The artists clipped a high sensitive mic with the size of a fly-eye in the mane of Obst's horse ("The Scheitel Organ") and a more robust recording head in the nostrils of Uhlig's pony ("The Nose Organ"). These two sources were combined later in the studio of our two cowboy-sissies: The abrading sound of a hardly audible wind streaming through animal hair on the one hand and the deep and earthy mumbling of nasal secretion on the other. Together it is great and incorruptible and time-critical and bluish art.

"The Vertical Horse Lesson" can bee seen as a sequel to "Farewell Fields" on the organizational level but with its cold and (at first contact) demure atmosphere it sounds like some antithesis to their open hearted and melancholical first collaboration. The amputated soldier starts to rot under the sheet of autumnal snow.

Reviews

Vital Weekly #647:
"Once I tried riding a pony - when I was 8 or so, but didn't like the stumbling very much. However I stayed on the pony, unlike Mirko Uhlig and Marcus Obst, who tried riding horses. They fell off almost right away. However, they are field recordists, and each of them stuck a small microphone in the mane of a horse and in another horse in the nostrils. These recordings are at the basis of 'The Vertical Horse Lesson', which in turn is an appetizer for a forthcoming double LP 'Any Males/Crystal Farts In The Louvre'. Within twenty minutes there are nine pieces, but I think I would rather refer to them as sketches. Short, concise pieces of unfinished drone sounds. In itself good starters for longer tracks, but which don't work as well standing by themselves. I have the feeling that this is more raw material to be used than finished compositions. However they sound delicate enough, so I can't wait to hear the double LP."
Frans de Waard

Unruhr:
"künstler, die ihr locker verdientes(?) zwecks multipli-, wenn nicht potenzierung an der börse angelegt haben (risikomässig, versteht sich; man hats ja) und nun verluste hinnehmen mussten, sind aufgrund der ihnen von geburt innewohnenden und dann dank sozialisation noch geschärften schlitzohrigkeit natürlich locker in der lage, derartige rückschläge quasi aus dem künstlerischen handgelenk heraus zu kompensieren. im fall unserer beider pferdeflüsterer heisst das: wer diese 3“ auf ein winziges bisschen mehr als zimmerlautstärke dreht, erzeugt nicht nur tieffrequente langwellen, die entweder sofort die standuhr von 3 nachbarn weiter oder sogar in china einen sack reis (oder dollars, je nachdem) umschmeissen, sondern auch natürlich: deine bassspeaker plätten. ich vermute hier ein geschäftsmodell niederträchtigster art!

wie dem auch sei, zum inhalt: basierend auf einer gemeinsamen reitstunde der protagonisten, wo die mangelnden erfolgserlebnisse reiterischer art durch geschickt (in mähne und nasenlöchern) angebrachte mikrofonierung mehr als kompensiert werden konnten, wurde das material zu 9 im positiven sinne skizzenhaften studien gefügt, deren extreme verteilung im stereofeld (ja, nur die eine seite ist gefährdet) die vermutung nahe legt, dass die unterschiedlichen aufnahmeorte des rohmaterials sich im weiteren in der stereoaufteilung niedergeschlagen haben. und wer an dieser stelle immer noch vermutet, eine glückseligkeit wie die letzte zusammenarbeit der beiden auf „farewell fields“ erleben zu dürfen, der sollte sich viel eher auf einen galopp in rauer winterluft einstellen oder elektrosmog zum hören, schunkeln und schmusen für asketen, das bassbeben von jericho…

aber, und das ist das sichere zeichen für die sichere hand der beiden, auch beim hantieren im grenzland: es klingt…"
Hellmut Neidhardt

OX! Fanzine #81:
"Was soll ich davon halten? Selbstversuche mit psychoaktiven Exkrementen... Lassen wir das einfach so stehen und versuchen uns jetzt nicht wirklich was darunter vorzustellen! Das Drogen einen Einfluß auf die Qualität der Musik haben weiß man und der schlaue Paule von die BEATLES hat dazu mal sinngemäß folgendes gesagt: "Drogen nehmen und Musik hören kann sehr inspirierend sein. Drogen nehmen und Musik machen führt immer nur zu schlechter Musik!" Ein weiser Satz, den man auch auf dieses Werk anwenden kann, denn was bitte soll ich anfangen mit neun Tracks, die scheinbar immer nur aus einen Ton bestehen, der schleppend moduliert wird, alleinegelassen, unnütz vor sich hinschwebt und nur dadurch in gewisser Weise beruhigend, einschläfernd und meditativ wirkt. Wahrscheinlich muß man erst wieder Drogen nehmen um den Code, den diese Tönen enthalten zu entschlüsseln. (4)"
Carsten Vollmer

Auf Abwegen:
"Eine privat edierte Mini-CDR mit Waserfarbcover und untertitelt mit “the taste of modern mokka music” - das muss ein Kracher werden! Und so kam es denn auch. Mr. Dronaement und Mrs. Aalfang weben einen synthetischen Klangteppich, der den Hörer betörend umtanzt und immer kurz vor der Auflösung zu stehen scheint. Auch bei hohem Pegel gibt es ganze Phasen der CDR auf denen die Stille schwingt, eingerahmt von bassigen, gebüpckt sich haltenden Figuren. Nichts, was sich aufdrängt, sondern in der Tat merhfach entspannt bei einem Heißgetränk genossen werden sollte."
Zipo

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