Figuren In Der Nacht, Geführt Von Der Leuchtspur Der Schnecken (w/ Rostiges Riesenrad)

Grottenvolk/Duaal Grotte005/DUAAL01 | pro-CDR | 2004 |10,00 € | pay what you like for digital download

May 2005 saw the birth of a collaboration between two extraordinary projects. Here you have two mini-album’s on one CD revealing all the trademarks both musicians were known for at this time. Interesting to see how everything went its own way.

  1. Puls Der Tyrannei (9'00)      
  2. Abraum (8'54)    
  3. Eisentrümmertraum (8'06)    
  4. Manöver Bei Nacht (7'45)    
  5. Der Knochenturm (Alchemistische Sitzung) (10'57)    
  6. Nova Novosibirsk 1:00 (0'54)    
  7. Die Dicken Frauen Aus Dem Ersten Stock Pflegen Ihre Offenen Wunden (11'17)    
  8. Im Moor Sind Die Torfstecher (2'24)    
  9. Thö Frekerf Shüsch Khöntärkösz (8'34)    
10. Nova Novosibirsk 3:00 (2'14)    
11. Winterfleisch (Version) (8'59)

  1-5 by Rostiges Riesenrad
6-11 by Aalfang Mit Pferdekopf

<a href="http://aalfangmitpferdekopf.bandcamp.com/album/figuren-in-der-nacht-gef-hrt-von-der-leuchtspur-der-schnecken-aalfang-part">Nova Novosibirsk 1:00 by Aalfang Mit Pferdekopf</a>

About the record

May 2005 saw the birth of a collaboration between two extraordinary projects. Here you have two mini-album’s on one CD revealing all the trademarks both musicians were known for at this time. Interesting to see how everything went its own way. While Rostiges Riesenrad explores the deepest regions of a Dark Ambient soundscape, Aalfang amputates and patches sketches and musical fragments to a challenging collage. Clocking around 79 minutes - this is not for the faint hearted!

Reviews

Touching Extremes:
"A split CD between two noise-and-music performing entities, this nice work lasts about 80 minutes without showing a moment of tiredness. The five pieces by RR are more concerned with desolation, urban abandon and, generally speaking, atmospheres recalling that kind of darkness made known by certain Swedish projects of the late 80's - does anyone remember Morthound? That said, the music has a certain distinct trait and a decisive elegance in its structure, separating it from intellectuality and self complacency. AMP's output is only slightly tangential to the above coordinates, rather moving around various continuums and abstractions that are sapiently reinforced by concrete/found sounds, voices and an almost scary use of electronic sources and distortions. For sure these pieces are nearer to a "Faustian" aesthetic vision than to common acousmatics, nevertheless they sound totally natural and discoursive, putting no restriction to a thorough research."
Massimo Ricci

Debil:
"Was soll dabei herauskommen, wenn sich zwei ziemlich schräge Klangkünstler zusammentun? Figuren in der Nacht, geführt von der Leuchtspur der Schnecken, was sonst? Seltsame, entrückte Collagen, die elektronisches Klangwerk mit Alltagsgeräuschen verbinden, sehr langsam zumeist. Zahllose zu Sound gewordene skurrile Einfälle aus allen Himmelsrichtungen eines oder besser zweier verworrener Geister, die eine ungeheure suggestive Kraft entwickeln. Seltsame Botschaften, die ein Schmunzeln verursachen. Die Stücke von Rostiges Riesenrad könnte man, wären sie nicht so verrückt, durchaus als Ritual Ambient bezeichnen. Wassergeräusche, entrücktes Klaviergeklimper, noisige Schüsse aus dem Schlagwerk, basslastige, weit entfernte Drones, wirres Gescherbel im Elektronensturm. Die Summe dieser Elemente wirkt sich eigenartig lähmend auf Körper und Geist aus, saugen den Hörer in die dunklen Welten ihres Schöpfers.
Auch Aalfang mit Pferdekopf wissen sich der Stilelemente des Dark Ambient zu bedienen. Doch von Zeit zu Zeit zeigen sie sich im Gegensatz zu ihren Mitstreitern wirrer und hektischer. Einmal erzeugte Stimmungen werden jäh unterbrochen und mit unharmonischen Soundorgien, Sequenzerklängen, Gefiepe oder Gitarrenakkorden kontrastiert. Für ein einzelnes Stück passiert schon fast zu viel. Es fällt schwer, den roten Faden, so er denn vorhanden ist, nicht zu verlieren. Fast scheint es so, als wenn man einem Radio lauscht, das keinen Sender fest einzustellen vermag und einfach durch den Äther rauscht. Am besten genießt man diese Stücke mit Kopfhörern bewehrt auf dem Rücken liegend und lässt sich treiben.
Beide Projekte lassen sich ohne große Angeberei als Elektronic-Avantgarde bezeichnen, loten sie doch die Grenzen ihrer Klangquellen aus, spielen ungeniert mit den Erwartungshaltungen der Hörerschaft. Das ist zwar sicher kommerzielles Gift aber im ewigen Einheitsgedudel sehr erfrischend. Ich hoffe, dass beide Herren ihren Weg weiter so gehen. Wahrhaft debile Klangkunst!"
Ullrich Bemmann

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